Kletterexkursionen – die andere Art der Pädagogik

Im regelmäßigen Rhythmus (Oster-, Sommer- und Herbstferien) finden Kletterfreizeiten in die Südpfalz statt, die für alle Beteiligten, sowohl Schüler/innen, als auch Lehrer, nicht nur ein Angriff auf die Arm- und Beinmuskulatur bedeuten, sondern vor allem auch auf die Lachmuskeln (Bild 1). Ziel der „wilden Horde“ ist eine Selbstversorgerhütte des Alpenvereins Kaiserslautern in Bruchweiler-Bärenbach.

Jede Fahrt beginnt damit, diverse Gepäckutensilien, Klettermaterial, magenfüllende Gaumenköstlichkeiten aus beliebten Supermarktketten, Flüssignahrung und das Abendprogramm sichernde Gesellschaftsspiel vom Parkplatz (Anmerkung der Redaktion: „liegt im Tal“) zur RauhBERGhütte (man beachte den Namen!) manuell und auf dem Buckel, schweißtreibend den Berg hoch zu schleppen. Das von Schüler/innen geschätzte Gepäckgewicht lag in Bestzeiten schon bei 17 Tonnen! Als Entschädigung für den mühsamen Aufstieg bietet sich sofort eine toll gelegene Holzhütte mit allem vorstellbaren Komfort, die jedes 5-Sterne-Hotel in den Schatten stellt. Angefangen von einem Gemeinschaftraum mit Ofen/Kamin im klassischen Alpenstil (rot-weiß kariert), über das Matratzenlager mit Doppeletagen, in dem nachts diverse „Konzerte“ stattfinden bis hin zum luxuriösen, gekachelten Waschraum im Keller, der fließend, kaltes und erfrischendes Quellwasser aus einem Gartenschlauch zu bieten hat. Nicht zu vergessen die „Königsthrone“, die außerhalb der Hütte über einen Holzsteg zu erreichen sind und so manchen in der Nacht zur Verzweiflung gebracht haben.

Die nächsten Tage werden damit verbracht, verschiedene Felsen kennen und lieben zu lernen, wie z.B. Schafsfelsen, Büttelfels, Lauterschwaner Rappenfelsen, Rumbachplatte, Hochstein, etc.) (Bild 2 und Bild 3). Dabei werden Grenzerfahrungen jeglicher Art gesammelt. Zitat aus einem Schülerbericht: „… wir sollten an einer Felswand entlanggehen, hinter uns nichts, unter uns erst nach ca. 30m Waldboden, vor uns die Felswand und rechts neben uns aus der Ferne die Stimme des Grauens, unser Lehrer,… (Anmerkung der Redaktion: es handelt sich hierbei um einen Quergang), … als wir unten waren bestaunten wir den hohen Felsen, den wir eigenhändig erklommen haben! Stolz wie Oskar waren wir alle, diese Erlebnisse nimmt uns keiner!“

Das legendäre Abendprogramm beginnt mit gemeinsamem Kochen und Vernichten des Lebensmittellagers, geht über in turnerische Tischumrundungsversuche und endet mit den allabendlichen Activity-Exzessen (Bild 4). Anbei eine kleine Kostprobe der einmaligen und zeichnerisch hochwertigen Kunstwerke einiger Beteiligten (Anmerkung der Redaktion: die folgenden Bilder wurden ausschließlich von den in Kunst geschulten Lehrkräften erstellt) (Bild 5).

Fazit: Die Kletterfreizeiten sind jedes Mal unvergessliche Erlebnisse, in der sich Schüler und Lehrer von einer anderen Seite kennen lernen können, die ein Leben lang in Erinnerung aller Beteiligten bleiben und Schule auch mal anders erfahren lassen!