Religionslehre / Ethik

Obwohl der Religionsunterricht im Grundgesetz (Artikel 7 Absatz 3) verankert ist, gibt es doch um kein anderes Unterrichtsfach so viele Diskussionen, wie um den Sinn des Religionsunterrichtes.

Schülerinnen und Schüler unserer Schule wurden gefragt, was sie mit Religionsunterricht verbinden.

Ihre Antworten spiegeln die Begründungen für den Religionsunterricht an Schulen wieder, wie sie der Religionspädagoge Prof. Dr. Friedrich Schweitzer in seinem Artikel „Wozu noch Religionsunterricht?“ nennt.

Im Religionsunterricht begleiten wir die Schülerinnen und Schüler bei der Auseinandersetzung mit elementaren Lebensfragen.

  • Seit es Menschen gibt, gehört Religion und der Glaube an göttliche Mächte zum Menschsein dazu.

    • „Wie stellen Menschen sich Gott vor?

    • „Wer war Jesus?

    • „Was oder wer ist Gott?“

  • Auch Kinder, die nicht religiös erzogen werden, bringen religiöse Erfahrungen, Vorstellungen und Gefühle mit. Diese religiöse Entwicklung gehört zur Selbstwerdung dazu und muss begleitet werden.

    • „Wer bin ich?“

    • „Wie bin ich?“

    • „Was ist wichtig im Leben?“

  • Unsere Geschichte ist christlich geprägt. Kinder und Jugendliche können deutsche Geschichte und Kultur nur verstehen, wenn sie Grundlegendes über das Christentum gelernt haben.

    • „Wie lebten die ersten Christen?“

    • „Warum gibt es katholische und evangelische Christen?“

    • „Wie verhielten sich die Kirchen in der Zeit des Nationalsozialismus?

  • Auch in unserer gegenwärtigen Gesellschaft spielt Religion eine große Rolle. Den Lernenden begegnen religiöse Feste, Gottesdienste und Rituale, die unseren Jahresablauf prägen.

    • „Warum feiern wir Weihnachten, Ostern und Pfingsten?“

    • „Ostern – Auferstanden, und was bringts?“

  • Religiöse Überzeugungen können auch in unserer heutigen Gesellschaft helfen, das eigene Handeln an Werten und ethischen Grundsätzen zu orientieren.

    • Warum ist es besser, die Wahrheit zu sagen?“

    • „Wie soll ich mich entscheiden?“

    • „Darf der Mensch, was er kann?“

  • In unserer multikulturellen Gesellschaft ist es wichtig einen persönlichen Standpunkt zu entwickeln, um eigene religiöse Überzeugungen im Gespräch mit anderen zu vertreten. Andererseits hilft das Wissen über andere Religionen dabei, Vorurteile abzubauen.

    • „Wie beten Juden?“

    • „Woran glauben Muslime?“

    • „Hinduismus/Buddhismus – Erlösung vom Leiden?“

Wir Religionslehrer an der IGS Enkenbach-Alsenborn möchten unsere Schülerinnen und Schüler begleiten und Ansprechpartner in den unterschiedlichsten Lebenslagen für sie sein. Wir repräsentieren unsere Glaubensüberzeugungen, können befragt oder auch in Frage gestellt werden und bieten dadurch den Lernenden die Begegnung mit Religion durch identifizierbare Personen.

Wir unterrichten gerne Religion:
Dorothee Bauer Michaela Andes
Claudia Neumann Sabine Jorzick
Christel Schwalb Andrea Opielka
Andrea Laux Uwe Schmalbach
Stefan Ruby Dirk Wachtel
Anika Schäfer  

Um die religiösen Inhalte nicht nur in den Religionsunterricht einzubinden und sie konfessionsgebunden zu unterrichten, sondern den Schülerinnen und Schülern unter anderem die Möglichkeit zu geben religiöse Erfahrungen auch außerhalb des Unterrichtsfaches zu machen, gibt es an unserer Schule schon lange den Brauch, dass unsere neuen Fünftklässler in einem Begrüßungsgottesdienst herzlich von den Sechstklässlern an unserer Schule begrüßt werden. Dies gibt uns weiterhin die Chance eng mit den uns umgebenden Gemeinden zusammenzuarbeiten, da diese Gottesdienste ökumenisch abgehalten werden. Eingebunden sind die katholischen, evangelischen und mennonitischen Gemeinden aus Enkenbach und Alsenborn.

Weiterhin findet seit drei Jahren in unserem Haus am Ende des Schuljahres ein Gottesdienst von Schülern für Schüler statt. Selbstständig gestaltet und abgehalten wird dieser Gottesdienst von Oberstufenschüler für alle Schüler der Unter- und Mittelstufe. Hierbei werden nicht nur Fragen beantwortet, die die Schüler sich zu dem Zeitpunkt stellen, sondern er unterstützt auch die Einheit an unserer Schule.

Da wir Religionslehrer uns bewusst sind, dass gerade die Weihnachtszeit, welche ja eine besinnliche Zeit sein sollte, dies nicht ist, bieten wir weiterhin seit einigen Jahren für die neuen Fünftklässler eine Adventsmeditation an. Diese wird in der Regel religionsübergreifend abgehalten und gerne von den Schülerinnen und Schülern angenommen, da sie einen Moment der Ruhe in einer sehr anstrengenden Zeit darstellt.